Begriffskarte aus Obsidian 110
Kurzform
Der Recovery-Kompass ist ein Arbeitsansatz von konsent.one zur Orientierung zwischen Alltag, Spannung, Krise, Notfall und Nachsorge.
Ausführlich
Der Recovery-Kompass ist ein Arbeitsansatz von konsent.one, der Orientierung zwischen Alltag, Spannung, Krise, Notfall und Nachsorge geben soll. Er ist in Entwicklung und ersetzt weder einen persönlichen Krisenplan noch medizinische Abklärung oder Notfallhilfe.
Methodenkarte aus Obsidian 130
Kurzform
Der Recovery-Kompass, auch Recovery Compass, ist ein Arbeitsansatz von konsent.one zur Orientierung zwischen Alltag, Spannung, Krise, Notfall und Nachsorge.
Worum es geht
Der Recovery-Kompass hilft, Erfahrungen nicht nur als Krise oder Symptom zu sortieren. Er fragt früher und genauer:
- Was trägt im Alltag?
- Woran merke ich Spannung oder Frühwarnzeichen?
- Was hilft, bevor es kippt?
- Was ist in einer Krise wichtig?
- Was braucht es nach einer Krise, damit der Weg zurück in den Alltag gelingt?
Damit steht er in der Nähe von WRAP, ist aber als eigener konsent.one-Arbeitsrahmen angelegt.
Methodische Logik
Der Kompass verbindet Selbstwahrnehmung, Planung und Unterstützung:
- Alltag und Wohlbefinden beschreiben.
- Spannungen, Trigger und Frühwarnzeichen erkennen.
- hilfreiche Schritte und Unterstützung sammeln.
- Krise und Notfall unterscheiden.
- Nachsorge und Lernen aus der Krise einplanen.
Einsatz
Der Recovery-Kompass eignet sich als persönliches Arbeitsheft, als Gesprächsleitfaden und als Struktur für Kurse oder Gruppen. Wichtig ist: Er ersetzt keine medizinische Abklärung, keinen Notfallplan und keine rechtlich oder fachlich notwendige Krisenhilfe. Er kann aber helfen, solche Wege besser vorzubereiten und persönlicher zu machen.
Quellenbasis
Diese Karte stützt sich auf eigene veröffentlichte Texte und auf Literatur, die dort verwendet wird.
Eigene Veröffentlichungen
Der Recovery-Kompass - eine Methodenskizze
Methodische Grundlagen des Recovery-Kompass
Zwischen Krise und Kontinuität
Daraus verwendete Literatur
Anthony, W. A. (1993). Recovery from mental illness. Psychosocial Rehabilitation Journal, 16(4), 11-23. https://doi.org/10.1037/h0095655
Deegan, P. E. (1988). Recovery: The lived experience of rehabilitation. Psychosocial Rehabilitation Journal, 11(4), 11-19. https://doi.org/10.1037/h0099565
Leamy, M., Bird, V., Le Boutillier, C., Williams, J. & Slade, M. (2011). Conceptual framework for personal recovery in mental health. British Journal of Psychiatry, 199(6), 445-452. https://doi.org/10.1192/bjp.bp.110.083733
Bird, V., Leamy, M., Le Boutillier, C., Williams, J. & Slade, M. (2014). REFOCUS. Promoting recovery in mental health services (2. Aufl.). Rethink Mental Illness.
Copeland, M. E. (2014). Taking Action. Substance Abuse and Mental Health Services Administration.
World Health Organization. (2019). Person-centred recovery planning for mental health and well-being. WHO QualityRights self-help tool.
