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Vision und Leitbild

Was ist konsent.one?

Eine fachliche Werkstatt für verständliches Wissen, konkrete Methoden, gemeinsames Lernen und Projekte der Sozialen Arbeit.

Einfache Sprache

Kurz erklärt

konsent.one sammelt Wissen für die Soziale Arbeit.

Die Texte sollen verständlich sein. Sie sollen aber auch fachlich genau sein.

Menschen dürfen selbst entscheiden: Was möchte ich zuerst lesen? Wie weit möchte ich ein Thema vertiefen?

Konkrete Situation

Worum es im Alltag geht

Eine Fachkraft sucht eine kurze Erklärung für ein Teamgespräch. Eine andere Person möchte ein Arbeitsblatt einsetzen. Eine Studentin braucht Forschung und Quellen. Alle drei sollen beim selben Thema beginnen und anschließend passend weitergehen können.

Unter Wissen finden sie verständliche Texte, Begriffe, Materialien und wissenschaftliche Vertiefung. Auf konsent.training führen die Themen weiter zu Fortbildungen und strukturierten Lernwegen.

Anwenden

Praxis, Materialien und Lernwege

konsent.one verbindet sechs Arbeitsbereiche:

  • Themen ordnen die inhaltlichen Zusammenhänge.
  • Methoden übersetzen Haltungen in konkrete Arbeitsschritte.
  • Wissen führt zu Blog, Begriffen, Materialien und fachlichen Texten.
  • Projekte erproben fachliche Ideen in größeren Zusammenhängen.
  • Lernen führt zu Kursen auf konsent.training.
  • Texte machen Grundlagen und Denkwege nachvollziehbar.

Für unterschiedliche Menschen zugänglich

konsent.one richtet sich an Betroffene, Angehörige und Fachkräfte. Auch Lernende und andere Interessierte sollen passende Einstiege finden.

Wir wissen, dass diese Website noch nicht alle Barrieren abbaut. Wir entwickeln sie Schritt für Schritt inklusiver, verständlicher und barriereärmer. Hinweise auf Barrieren helfen uns dabei.

Eine Barriere oder Schwierigkeit melden

Fachlich vertieft

Einordnung, Grenzen und offene Fragen

PERMA als Denkrahmen

Das PERMA-Modell (Seligman, 2011) stammt aus der Positiven Psychologie und beschreibt fünf Bereiche menschlichen Wohlbefindens. Die Buchstaben stehen für Positive Emotion, Engagement, Relationships, Meaning und Accomplishment – hier: positive Emotionen, Engagement, Beziehungen, Sinn und Zielerreichung. konsent.one nutzt sie als Orientierung, nicht als Erfolgsversprechen und nicht als Aufforderung zur Selbstoptimierung.

Positive EmotionenPositive Emotion
Freude, Hoffnung und andere stärkende Gefühle wahrnehmen und ermöglichen.
EngagementEngagement
Fähigkeiten einsetzen, sich einlassen und wirksam beteiligt sein.
BeziehungenRelationships
Verbundenheit, Zugehörigkeit und verlässliche Beziehungen pflegen.
SinnMeaning
Das eigene Handeln mit Bedeutung und persönlichen Werten verbinden.
ZielerreichungAccomplishment
Fortschritte erkennen und selbstgewählte Ziele verfolgen.

Dieser Denkrahmen wird mit dem bedingungslos positiven RAID-Ansatz (Davies, 2000) und der personzentrierten Haltung nach Carl Rogers (2017) verbunden. Empathie, bedingungslose Wertschätzung und Authentizität (Kongruenz) prägen dabei, wie Menschen einander begegnen. Diese Bezüge dienen als Orientierung; sie werden nicht zu einer einheitlichen Theorie verschmolzen.

Wohlbefinden hängt nicht allein von einzelnen Menschen ab. Gerechte Bedingungen, verlässliche Beziehungen, reale Beteiligung und Handlungsspielräume gehören ebenso dazu. Darum wird PERMA hier mit dem Recovery-Rahmen CHIME (Leamy et al., 2011), der UN-Behindertenrechtskonvention (United Nations, 2006) und Fragen sozialer Gerechtigkeit verbunden.

Jüdische Resonanzräume

Jüdische Lern- und Gerechtigkeitstraditionen gehören zu den Resonanzräumen, aus denen konsent.one seine Haltung entwickelt. Joel Roericks Rede Erinnerung, nicht Innovation erinnert an jüdische Gründerinnen der Sozialen Arbeit und an eine Praxis, die Gerechtigkeit statt Wohltätigkeit, Würde, Beziehung, Selbstbestimmung und Hilfe zur Selbsthilfe in den Mittelpunkt stellt (Roerick, 2025). Jüdische Inhalte bilden auf konsent.one und konsent.training keinen eigenen Themenbereich. Jüdische Sozialethik und jüdische Lern- und Gerechtigkeitstraditionen prägen jedoch die Haltung der gesamten Arbeit. Das zeigt sich im gemeinsamen Lernen, im begründeten Widerspruch und in einer Praxis, die Würde, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit ernst nimmt.

Chavruta

Gemeinsam lernen: Wissen wird im Gespräch und am Gegenüber genauer.

Machloket

Begründet widersprechen: Unterschiedliche Positionen können nebeneinander bestehen und gemeinsam weiterführen.

Zedaka

Gerecht handeln: Unterstützung soll Würde und Rechte achten und nicht beschämen.

Wissenschaftlich vertieft

Forschung und Quellen

  • Davies, W. (2000). The RAID manual: A relentlessly positive approach in working with extreme behaviour (3. Aufl.). APT Press.
  • konsent.one. (2026). Was ist Konsent?
  • Leamy, M. et al. (2011). Conceptual framework for personal recovery in mental health. doi.org/10.1192/bjp.bp.110.083733
  • Roerick, J. (2025, 25. November). Erinnerung, nicht Innovation. Alice Magazin, Alice Salomon Hochschule Berlin.
  • Roerick, J. (2026, 3. Februar). Konsent in der Sozialen Arbeit. konsent.one.
  • Rogers, C. (2017). Der neue Mensch (11. Aufl.). Klett-Cotta.
  • Seligman, M. E. P. (2011). Flourish. Free Press. PERMA wird hier als heuristischer Denkrahmen verwendet.
  • United Nations. (2006). Convention on the Rights of Persons with Disabilities. ohchr.org