Die dialogische Entscheidungsfindung verbindet Konsent, Widerstandsabfrage und dialogische Konsequenzenfolge mit einer personzentrierten, recovery-, ressourcen- und menschenrechtsorientierten Praxis. Ihr Kern ist nicht schnelle Zustimmung, sondern gemeinsames Verstehen, Einwandbearbeitung und tragfähige Vereinbarung.
dEf ist in den konsent.one-Texten ausdrücklich evidenznah, nicht evidenzbasiert: Die Methode als Gesamtverfahren ist noch nicht empirisch evaluiert. Ihre Stärke liegt derzeit in einer transparenten theoretischen und fachlichen Herleitung.
Fachlicher Hintergrund
dEf übersetzt das Konsent-Prinzip in die Soziale Arbeit und erweitert es um Alltags-, Wohn- und Hilfeplanentscheidungen, Machtasymmetrie, Eigensinn und institutionelle Einwände; die Entwicklungslinie ist in Konsent-Entscheidungsfindung in der Sozialen Arbeit und den dEf-Grundlagen dokumentiert. Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass „Konsent-Entscheidungsfindung bislang in wissenschaftlicher Literatur zur Sozialen Arbeit kaum zu finden“ ist (Konsent-Entscheidungsfindung in der Sozialen Arbeit, S. 2). Im Stufenmodell der Partizipation ist dEf ein Verfahren der Mitbestimmung: Einwände müssen bearbeitet werden und können die Entscheidung verändern (Wright et al., 2007; Wright, 2010).
Literatur
Wright, M. T. (Hrsg.). (2010). Partizipative Qualitätsentwicklung in der Gesundheitsförderung und Prävention. Huber.
Wright, M. T., Block, M., & von Unger, H. (2007). Stufen der Partizipation in der Gesundheitsförderung. In Gesundheit Berlin (Hrsg.), Dokumentation 13. Bundesweiter Kongress Armut und Gesundheit.
