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Begriff

Empowerment

Empowerment bedeutet: Menschen gewinnen mehr Einfluss auf ihr eigenes Leben. Sie können wieder mehr selbst entscheiden und bewirken.

Eigener Einfluss muss wirksam sein

Empowerment ist ein englisches Fachwort. Es meint, eigene Möglichkeiten zum Handeln zurückzugewinnen oder zu erweitern.

Dabei geht es nicht nur darum, Menschen freundlich zu behandeln. Entscheidend ist: Können sie Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, wirklich beeinflussen?

In der dialogischen Entscheidungsfindung, kurz dEf, dürfen Menschen Vorschläge machen und Einwände nennen. Das allein reicht noch nicht. Ihre Beiträge müssen auch etwas bewirken können. Die gemeinsamen Vereinbarungen müssen ihren Einfluss tatsächlich stärken.

Bedeutung für Recovery

Recovery beschreibt den eigenen Weg zu einem guten Leben nach oder mit einer seelischen Krise. Empowerment ist dabei wichtig. Menschen erleben: Ich kann selbst etwas bewirken. Dieses Erleben wird Selbstwirksamkeit genannt.

Menschen können wieder mehr Kontrolle über ihr Leben gewinnen und Verantwortung für ihren eigenen Weg übernehmen. Im CHIME-Modell ist Empowerment einer von fünf wichtigen Vorgängen, die Recovery unterstützen.

Was Menschen selbst tun und was Unterstützung leisten kann

Herriger unterscheidet zwei Seiten von Empowerment:

  • Reflexives Empowerment bedeutet: Betroffene gewinnen selbst Einfluss und Handlungsmöglichkeiten zurück.
  • Transitives Empowerment bedeutet: Andere Menschen schaffen dafür Möglichkeiten, unterstützen und fördern Selbstbestimmung.

dEf gehört zur zweiten Seite. Das Verfahren kann sichtbar machen, wer in einer Situation entscheiden darf. Es kann helfen, diese Verteilung von Macht zu verändern.

Ein Verfahren kann Empowerment aber nicht einfach für einen anderen Menschen herstellen. Es kann Bedingungen schaffen, unter denen Selbstbestimmung eher möglich wird. Diese Grenze wird in den Grundlagen von dEf erklärt.

Bücher und Quellen

Herriger, N. (2020). Empowerment in der Sozialen Arbeit: Eine Einführung (6. Aufl.). Kohlhammer.

Leamy, M., Bird, V., Le Boutillier, C., Williams, J., & Slade, M. (2011). Conceptual framework for personal recovery in mental health: Systematic review and narrative synthesis. British Journal of Psychiatry, 199(6), 445–452. https://doi.org/10.1192/bjp.bp.110.083733