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Begriff

Hoffnung

Hoffnung bedeutet: Veränderung erscheint wieder möglich. Manchmal beginnt sie mit einem kleinen nächsten Schritt.

Hoffnung muss nicht groß oder sicher sein

Im Recovery-Kompass ist Hoffnung mehr als eine optimistische Stimmung. Ein Mensch muss nicht fest davon überzeugt sein, dass alles gut wird. Hoffnung kann klein sein, leicht verloren gehen und nur für einen Moment tragen.

Trotzdem ist sie wichtig. Recovery ist der eigene Weg zu einem guten Leben nach oder mit einer seelischen Krise. Dieser Weg beginnt nicht erst, wenn alle Probleme verschwunden sind. Er kann dort beginnen, wo eine Person wieder eine Möglichkeit zur Veränderung sieht.

Hoffnung lässt sich nicht erzwingen

Die Aufforderung „Sei doch zuversichtlich“ hilft nicht automatisch. Hoffnung wächst eher, wenn Menschen sich verstanden fühlen. Eigene Ziele und verlässliche Beziehungen können dabei helfen. Auch ein kleiner Schritt im Alltag kann zeigen: Ich kann etwas verändern.

Patricia Deegan beschreibt Hoffnung als einen Wendepunkt auf dem Recovery-Weg. Selbst in großer Verzweiflung kann ein kleiner und noch unsicherer Funke Hoffnung entstehen. Dieser Zusammenhang wird in Zwischen Krise und Kontinuität beschrieben.

Was Hoffnung stärken kann

Schrank und andere nennen mehrere Möglichkeiten:

  • Bilder und Symbole, die einem Menschen etwas bedeuten.
  • Gespräche darüber, was Hoffnung gibt.
  • Beziehungen und unterstützende Kontakte.
  • Andere Betroffene, deren Erfahrungen Mut machen.
  • Vertraute Abläufe im Alltag.
  • Ziele, die tatsächlich erreichbar sind.

Das CHIME-Modell beschreibt fünf wichtige Vorgänge bei Recovery. Einer davon ist Hoffnung und Zuversicht für die Zukunft. Hoffnung steht damit neben anderen wichtigen Erfahrungen und wird nicht als Pflicht zur guten Stimmung verstanden.

Bücher und Quellen

Deegan, P. E. (1988). Recovery: The lived experience of rehabilitation. Psychosocial Rehabilitation Journal, 11(4), 11–19. https://doi.org/10.1037/h0099565

Leamy, M., Bird, V., Le Boutillier, C., Williams, J., & Slade, M. (2011). Conceptual framework for personal recovery in mental health: Systematic review and narrative synthesis. British Journal of Psychiatry, 199(6), 445–452. https://doi.org/10.1192/bjp.bp.110.083733

Schrank, B., Bird, V., Rudnick, A., & Slade, M. (2012). Determinants, self-management strategies and interventions for hope in people with mental disorders: Systematic search and narrative review. Social Science & Medicine, 74(4), 554–564. https://doi.org/10.1016/j.socscimed.2011.11.008