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Begriff

Resilienz

Resilienz beschreibt, was Menschen beim Umgang mit Belastungen hilft. Dazu gehören eigene Möglichkeiten, unterstützende Beziehungen und passende Lebensbedingungen.

Wieder Halt finden

Resilienz ist ein Fachwort für die Vorgänge und Bedingungen, die Menschen beim Umgang mit Belastungen helfen können. Dazu gehört auch, nach einer Belastung wieder Halt zu finden.

Resilienz ist nicht einfach ein fester Charakterzug. Sie hängt auch davon ab, welche Unterstützung ein Mensch bekommt und unter welchen Bedingungen er lebt.

Was stärken und schützen kann

Die Texte zum Recovery-Kompass richten den Blick auf mehrere Dinge:

  • Schutzfaktoren: Bedingungen, die bei Belastungen Halt geben können.
  • Ressourcen: Fähigkeiten und verfügbare Hilfen.
  • Unterstützung durch andere Menschen.
  • Hoffnung und ein Gefühl von Sinn.
  • Selbstwirksamkeit: die Erfahrung, selbst etwas bewirken zu können.
  • Vertraute Abläufe, die im Alltag tragen.

Resilienz bedeutet hier nicht, schwierige Lebensverhältnisse allein durch persönliche Übungen ausgleichen zu müssen.

Mehr als Übungen für die einzelne Person

Für die Eingliederungshilfe ist diese Grenze wichtig. Menschen brauchen auch ein passendes Umfeld, Beziehungen und die Möglichkeit, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Sie brauchen Wahlmöglichkeiten und Hilfe dabei, einen stabilen Alltag aufzubauen.

Die Verantwortung darf deshalb nicht allein auf die einzelne Person geschoben werden.

Verbindung zu Recovery und CHIME

Recovery meint den eigenen Weg zu einem guten Leben nach oder mit seelischen Belastungen. Dieses Verständnis von Krisen greift Gedanken aus der Resilienzforschung auf: Schutzfaktoren helfen beim Umgang mit Herausforderungen und Krisen.

Viele dieser Faktoren passen zu den Vorgängen, die das CHIME-Modell beschreibt. Dazu gehören Verbundenheit, Hoffnung und Empowerment, also mehr eigener Einfluss.

Die Verbindung erklärt Zwischen Krise und Kontinuität. Die praktische Aufgabe der Unterstützung behandelt Resilienzförderung in der Eingliederungshilfe.

Bücher und Quellen

Bengel, J. & Lyssenko, L. (2012). Resilienz und psychologische Schutzfaktoren im Erwachsenenalter: Stand der Forschung zu psychologischen Schutzfaktoren von Gesundheit im Erwachsenenalter. BZgA.

Boydell, K. M., Nicolopoulos, A., Macdonald, D., Habak, S. & Christensen, H. (2023). Understanding protective factors for men at risk of suicide using the CHIME framework: The primacy of relational connectedness. International Journal of Environmental Research and Public Health, 20(3), 2259. https://doi.org/10.3390/ijerph20032259

Reivich, K. & Shatté, A. (2003). The Resilience Factor. Random House.

Rutter, M. (1987). Psychosocial resilience and protective mechanisms. American Journal of Orthopsychiatry, 57(3), 316-331. https://doi.org/10.1111/j.1939-0025.1987.tb03541.x

Zander, M. & Roemer, M. (2016). Resilienz im Kontext von Sozialer Arbeit: Das Geheimnis der menschlichen Seele lüften? In R. Wink (Hrsg.), Multidisziplinäre Perspektiven der Resilienzforschung (S. 47-72). Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-09623-6_3