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Begriff

Verbundenheit

Verbundenheit bedeutet, sich in Beziehungen gesehen und unterstützt zu fühlen. Menschen erleben Zugehörigkeit und können selbst etwas beitragen.

Mehr als Kontakt haben

Verbundenheit gehört zu den wichtigen Vorgängen im CHIME-Modell. Das Modell beschreibt, was Menschen auf ihrem Recovery-Weg unterstützen kann. Recovery meint den eigenen Weg zu einem guten Leben nach oder mit seelischen Belastungen.

Es reicht nicht, nur mit anderen Menschen in Kontakt zu sein. Wichtig sind Beziehungen, in denen ein Mensch wahrgenommen wird, Unterstützung bekommt und selbst einen Beitrag leisten kann.

Willkommen sein im eigenen Umfeld

Für die Arbeit in Nachbarschaften und anderen Lebensräumen ist Verbundenheit zentral. Ein Ort schließt Menschen nicht allein dadurch ein, dass es dort Angebote gibt.

Entscheidend ist, ob Beziehungen entstehen. Menschen müssen an diesem Ort tatsächlich willkommen sein und dazugehören können.

Andere geben einen Menschen nicht auf

Patricia Deegan beschreibt eine wichtige Erfahrung: Das eigene Umfeld bleibt auch an einem Tiefpunkt an der Seite der betroffenen Person.

Sie hebt außerdem Peer-Unterstützung hervor. Damit ist Unterstützung durch Menschen mit eigenen ähnlichen Erfahrungen gemeint.

Knuf beschreibt solche Hilfe als häufig ebenso wirksam wie professionelle Unterstützung. Diese Gleichwertigkeit ist bisher aber nicht durch Studien belegt, die Menschen nach dem Zufallsprinzip verschiedenen Unterstützungsgruppen zuordnen. Die Bedeutung von Peer-Unterstützung und die Stärke der wissenschaftlichen Belege müssen deshalb unterschieden werden.

Was eine Studie zu Schutzfaktoren zeigt

Boydell und andere untersuchten die Erfahrungen von 37 Männern mit Suizidgedanken. Die Studie orientierte sich am CHIME-Modell und fragte nach Faktoren, die schützen können.

In diesen Berichten zeigte sich Verbundenheit als besonders wichtiger Schutzfaktor. Es handelt sich um eine Untersuchung persönlicher Erfahrungen. Der Zusammenhang wird in Zwischen Krise und Kontinuität beschrieben.

Bücher und Quellen

Boydell, K. M., Nicolopoulos, A., Macdonald, D., Habak, S., & Christensen, H. (2023). Understanding Protective Factors for Men at Risk of Suicide Using the CHIME Framework: The Primacy of Relational Connectedness. International Journal of Environmental Research and Public Health, 20(3), 2259. https://doi.org/10.3390/ijerph20032259

Deegan, P. E. (1988). Recovery: The lived experience of rehabilitation. Psychosocial Rehabilitation Journal, 11(4), 11–19. https://doi.org/10.1037/h0099565

Knuf, A. (2020). Recovery und Empowerment (Neuausgabe). Psychiatrie Verlag.