Leben und Werk
Pörtner arbeitete als personzentrierte Psychotherapeutin in Zürich und beriet soziale Einrichtungen. Bekannt ist ihr Buch Ernstnehmen – Zutrauen – Verstehen.
Ihre Arbeitsweise richtet sich an Menschen, die andere im Alltag unterstützen, etwa in der Behindertenhilfe, Altenhilfe und Psychiatrie. Sie fragt nach dem individuellen Erleben und den vorhandenen Fähigkeiten. Auch nonverbale Äußerungen verdienen Aufmerksamkeit.
Pörtner betont das Zusammenspiel von verlässlichem Rahmen und persönlichem Spielraum. Beides muss zur Person und Situation passen. Unterstützung soll gemeinsam mit den Betroffenen gestaltet werden (Pörtner, 2019).
Bedeutung für konsent.one
Für dialogische Entscheidungsfindung lässt sich daraus ableiten: Beteiligung braucht verständliche Informationen und Ausdrucksmöglichkeiten, die zur Person passen. Die gemeinsame Prüfung von Vorschlägen setzt voraus, dass ihre Anliegen hörbar werden. Pörtners Arbeit bietet dafür Orientierung im Alltag sozialer Einrichtungen. Dieser Bezug ist eine Einordnung für konsent.one; sie beschreibt selbst kein festgelegtes Verfahren für Gruppenentscheidungen.
Verwandte Zettel
Literatur
Zentrale Texte
Pörtner, M. (2015). Ernstnehmen – Zutrauen – Verstehen: Personzentrierte Haltung im Umgang mit geistig behinderten und pflegebedürftigen Menschen (10. Aufl.). Klett-Cotta.
Weitere Quellen
Klett-Cotta (2020). Wir trauern um unsere Autorin Marlis Pörtner. Traueranzeige im Börsenblatt. https://www.boersenblatt.net/sites/default/files/2020-11/46_Klett-Cotta_Trauer_Poertner.pdf
Pörtner, M. (2019). Die personzentrierte Arbeitsweise. Behinderte Menschen, (1). https://www.zeitschriftmenschen.at/content/view/full/116005
