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Aktivität

AHA!-Übung

Mit der AHA!-Übung hältst du kurz inne und nimmst wahr, was gerade da ist. Danach kannst du bewusster entscheiden, wie es weitergeht.

Eine kurze Pause im Alltag

Die AHA!-Übung dauert etwa eine bis drei Minuten. Du brauchst kein Material.

AHA! steht für Anhalten, Hinsehen und Ankommen. Daraus kann ein kleiner Aha-Moment entstehen.

Die Schritte

Zuerst hältst du an. So unterbrichst du den Autopiloten: Du machst nicht einfach automatisch weiter.

Dann schaust du hin. Du bemerkst Gedanken, Gefühle und Empfindungen im Körper. Du musst sie nicht sofort verändern.

Beim Ankommen richtest du die Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment.

Der Aha-Moment ist eine kleine Klärung. Von dort aus kannst du bewusster weitergehen.

Woher die Übung kommt

AHA! ist eine eigene deutschsprachige Anpassung der STOP-Übung, die Elisha Goldstein beschreibt.

Sie ist auch mit dem Drei-Minuten-Atemraum aus der MBCT-Tradition verwandt. MBCT verbindet Achtsamkeit mit der Arbeit an Gedanken und Denkmustern.

Weitere Grundlagen sind das Achtsamkeitsverständnis von Jon Kabat-Zinn und Bilder von Thich Nhat Hanh für einen ruhigeren Umgang mit Gedanken.

Wozu die Übung dient

AHA! ist keine Entspannungsübung im engeren Sinn. Sie soll einen kleinen Abstand zwischen einem Reiz und der eigenen Reaktion ermöglichen.

In der Sozialen Arbeit lässt sie sich leicht in den Alltag einbauen. Zum Beispiel vor einem Gespräch, bei zunehmender Anspannung oder unterwegs.

Du kannst die Augen offen lassen. Du brauchst dafür keine spirituellen Überzeugungen oder Kenntnisse.

Im Recovery-Zusammenhang kann die Übung helfen, dich selbst besser wahrzunehmen. Sie kann dein Selbstverständnis und deinen Spielraum beim Handeln unterstützen.

Freiwilligkeit und Grenzen

Die Übung ist ein Angebot. Niemand muss sie machen.

Bei akuten Krisen, Folgen traumatischer Erfahrungen oder hoher Anspannung braucht es besondere Aufmerksamkeit. Die Übung sollte kurz bleiben. Die Person braucht Freiwilligkeit und Orientierung an der äußeren Umgebung. Sie muss jederzeit abbrechen können.

Je nach Situation ist andere Hilfe nötig.

Bücher und Quellen

Goldstein, E. (2012). The now effect: How a mindful moment can change the rest of your life. Atria Books.

Goldstein, E. (2013, August). Stressing out? S.T.O.P. Mindful, 66.

Kabat-Zinn, J. (2013). Full catastrophe living: Using the wisdom of your body and mind to face stress, pain, and illness (2. Aufl.). Bantam Books.

Leamy, M., Bird, V., Le Boutillier, C., Williams, J. & Slade, M. (2011). Conceptual framework for personal recovery in mental health: Systematic review and narrative synthesis. British Journal of Psychiatry, 199(6), 445-452. https://doi.org/10.1192/bjp.bp.110.083733

Nhat Hanh, T. (2015). Silence: The power of quiet in a world full of noise. HarperOne.

Palouse Mindfulness. (o. D.). STOP: The one-minute breathing space. https://palousemindfulness.com/docs/STOP.pdf

Segal, Z. V., Williams, J. M. G. & Teasdale, J. D. (2013). Mindfulness-based cognitive therapy for depression (2. Aufl.). Guilford Press.