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Aktivität

Dankbarkeitstagebuch

In einem Dankbarkeitstagebuch hältst du fest, was gut, hilfreich oder bedeutsam war. Schon drei bis fünf Dinge können den Blick auf gute Momente lenken.

Ein Heft, ein Stift und etwas Zeit

Für ein Dankbarkeitstagebuch brauchst du ein Heft und einen Stift. Dazu kommt eine regelmäßige Verabredung mit dir selbst.

Robert Emmons beschreibt die Übung so: Schreibe täglich oder wöchentlich drei bis fünf Dinge auf, für die du dankbar bist.

Die Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf das, was trotz Belastungen gut, hilfreich oder bedeutsam ist. In der Sozialen Arbeit kann die Übung im Einzelgespräch oder in einer Gruppe angeleitet werden.

Wie die Methode eingeordnet wird

Zu den wichtigen Forschungsgrundlagen gehören die Studie von Emmons und McCullough aus dem Jahr 2003 sowie die Arbeit von Seligman und anderen aus dem Jahr 2005.

Im Arbeitspapier von konsent.one wird das Dankbarkeitstagebuch als Methode beschrieben, die Wissen über das eigene Erleben vermittelt. Sie übt zugleich ein Verhalten ein, das vorbeugend hilfreich sein kann.

Das Tagebuch kann Gesundheitsförderung unterstützen. Es kann helfen, eigene Stärken und hilfreiche Möglichkeiten zu erkennen. Auch die Selbstwahrnehmung kann gestärkt werden.

Es ersetzt aber weder eine Behandlung noch notwendiges Handeln in einer Krise.

Was bei der Anleitung wichtig ist

Die Teilnahme ist freiwillig. Der Rahmen soll respektvoll sein.

Niemand muss Einträge vorlesen oder mit anderen teilen.

Bei Menschen, die stark belastet sind, sind leicht verständliche Sprache, kurze Schritte und ein sicherer Rahmen besonders wichtig. Es geht nicht darum, alles vollständig aufzuschreiben oder besonders diszipliniert zu sein.

Bücher und Quellen

Becker, F. (2024). Positive Psychologie - Wege zu Erfolg, Resilienz und Glück. Springer.

Böge, K. & Hahn, E. (2021). Achtsamkeit bei psychotischen Störungen: Gruppentherapiemanual für die stationäre und ambulante Behandlung SENSE. Beltz.

Emmons, R. A. (2007). Thanks! How the new science of gratitude can make you happier. Houghton Mifflin.

Emmons, R. A. (2013). Gratitude works! A 21-day program for creating emotional prosperity. Wiley.

Emmons, R. A. & McCullough, M. E. (2003). Counting blessings versus burdens: An experimental investigation of gratitude and subjective well-being in daily life. Journal of Personality and Social Psychology, 84(2), 377-389. https://doi.org/10.1037/0022-3514.84.2.377

Lyubomirsky, S. (2007). The how of happiness: A new approach to getting the life you want. Penguin.

Seligman, M. E. P., Steen, T. A., Park, N. & Peterson, C. (2005). Positive psychology progress: Empirical validation of interventions. American Psychologist, 60(5), 410-421. https://doi.org/10.1037/0003-066X.60.5.410

Smith, J. A., Newman, K. M., Marsh, J. & Keltner, D. (Hrsg.). (2020). The gratitude project: How the science of thankfulness can rewire our brains for resilience, optimism, and the greater good. New Harbinger Publications.

Sun, P., Sun, Y., Jiang, H., Jia, R. & Li, Z. (2019). Gratitude and problem behaviors in adolescents: The mediating roles of positive and negative coping styles. Frontiers in Psychology, 10, 1547. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2019.01547

Wei, C., Wang, Y., Ma, T., Zou, Q., Xu, Q., Lu, H., Li, Z. & Yu, C. (2022). Gratitude buffers the effects of stressful life events and deviant peer affiliation on adolescents' non-suicidal self-injury. Frontiers in Psychology, 13, 939974. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2022.939974