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Person

Mike Slade

Mike Slade erforscht persönliche Recovery und die Zugehörigkeit zur Gesellschaft. Er fragt, wie Unterstützung zu den Lebenszielen eines Menschen passen kann.

Seine Forschung

Mike Slade ist klinischer Psychologe und Professor an der University of Nottingham. Er forscht zu persönlicher Recovery und sozialer Inklusion. Soziale Inklusion bedeutet hier, zur Gesellschaft zu gehören und am gemeinsamen Leben teilhaben zu können.

Er untersucht Hilfen, die sich an Recovery ausrichten. Weitere Themen sind Recovery Colleges, also Lernangebote zu Recovery, Erfahrungsberichte und Wohlbefinden.

Mehr als weniger Beschwerden

In seinem Buch Personal Recovery and Mental Illness von 2009 beschreibt Slade einen Rahmen für professionelle Unterstützung. Der Mensch und seine Lebensziele stehen im Mittelpunkt.

Persönliche Recovery umfasst mehr als die Verringerung von Krankheitssymptomen. Wichtig sind auch die eigene Identität, Beziehungen und ein Leben, das sich sinnvoll anfühlt.

Sein Beitrag zu CHIME

Slade war einer von fünf Autoren einer großen Übersichtsarbeit von Leamy und ihrem Team aus dem Jahr 2011. Das Team wertete 97 Veröffentlichungen aus. Daraus entwickelte es ein Modell zur persönlichen Recovery.

Zu dem Modell gehören fünf Prozesse. Ihre englischen Anfangsbuchstaben bilden das Wort CHIME:

  • Verbundenheit mit anderen Menschen.
  • Hoffnung.
  • Identität: das eigene Bild von sich selbst.
  • Sinn im Leben.
  • Empowerment: Möglichkeiten, selbst zu handeln und zu entscheiden.

Bedeutung für konsent.one

Slades Arbeiten sind eine fachliche Grundlage für die Recovery-Begriffe und Modelle auf konsent.one. Unterstützung soll von den Anliegen der Person ausgehen. Auch Fortschritte sollen aus ihrer Sicht betrachtet werden.

In der Praxis kann man fragen: Gibt eine Vereinbarung der Person mehr Selbstbestimmung, Zugehörigkeit und Handlungsmöglichkeiten? CHIME hilft, darüber zu sprechen. Es schreibt niemandem einen bestimmten Lebensweg vor.

Bücher und Quellen

Zentrale Texte

Leamy, M., Bird, V., Le Boutillier, C., Williams, J., & Slade, M. (2011). Conceptual framework for personal recovery in mental health: Systematic review and narrative synthesis. The British Journal of Psychiatry, 199(6), 445–452. https://doi.org/10.1192/bjp.bp.110.083733

Slade, M. (2009). Personal recovery and mental illness: A guide for mental health professionals. Cambridge University Press. https://doi.org/10.1017/CBO9780511581649

Slade, M. (2010). Mental illness and well-being: The central importance of positive psychology and recovery approaches. BMC Health Services Research, 10, Artikel 26. https://doi.org/10.1186/1472-6963-10-26

Slade, M., & Wallace, G. (2017). Recovery and mental health. In M. Slade, L. Oades, & A. Jarden (Hrsg.), Wellbeing, recovery and mental health (S. 24–34). Cambridge University Press. https://doi.org/10.1017/9781316339275.004

Weitere Quellen

Institute of Mental Health. (o. J.). Professor Mike Slade. https://institutemh.org.uk/about/meet-the-team/650-professor-mike-slade