Person

Judi Chamberlin

Leben und Werk

Chamberlin erlebte als junge Frau psychiatrische Zwangsbehandlung und wurde danach zu einer der prägenden Stimmen der Ex-Patient:innen- und Selbsthilfebewegung. In „On Our Own: Patient-Controlled Alternatives to the Mental Health System“ (1978) beschrieb sie selbstorganisierte, von Betroffenen kontrollierte Unterstützungsformen. In der späteren Recovery- und Empowerment-Literatur wird dieser Strang wichtig, weil Betroffene nicht nur beteiligt, sondern strukturell handlungs- und entscheidungsfähig werden sollen.

Bedeutung für konsent.one

Chamberlin steht für einen Kern der Recovery-Bewegung: Empowerment, Selbstorganisation und reale Entscheidungsmacht von Betroffenen. Für den Recovery-Kompass und dialogische Entscheidungsfindung ist daran wichtig, dass Beteiligung nicht bei Zustimmung oder Anhörung endet. Betroffene brauchen eigene Worte, eigene Räume und wirksame Einwände.

Verwandte Zettel

Literatur

Zentrale Texte

Chamberlin, J. (2022). On our own: Patient-controlled alternatives to the mental health system. National Empowerment Center. (Originalwerk veröffentlicht 1978)

Farkas, M., Gagne, C., Anthony, W., & Chamberlin, J. (2005). Implementing recovery oriented evidence based programs: Identifying the critical dimensions. Community Mental Health Journal, 41(2), 141–158. https://doi.org/10.1007/s10597-005-2649-6

Weitere Quellen

Chamberlin, J. (1997). A working definition of empowerment. Psychiatric Rehabilitation Journal, 20(4), 43–46.