Person
Patricia E. Deegan
Patricia Deegan beschreibt Recovery aus eigener Erfahrung und als Psychologin. Für sie ist ein Mensch immer mehr als seine Diagnose.
Eigene Erfahrung und Forschung
Patricia E. Deegan ist Psychologin aus den USA. Sie setzt sich für Recovery ein. Als Jugendliche erhielt sie die Diagnose Schizophrenie. Später promovierte sie in klinischer Psychologie.
Sie kennt psychische Erkrankung aus eigener Erfahrung und aus der Forschung. Ihr Text Recovery: The lived experience of rehabilitation von 1988 gehört zu den frühen wichtigen Texten über Recovery.
Wieder Hoffnung und Handlungsmöglichkeiten finden
Deegan beschreibt Recovery als einen selbst erlebten Weg. Am Anfang kann große Verzweiflung stehen. Ein kleiner Funke Hoffnung kann dann neue Schritte möglich machen.
Dabei werden der eigene Wille und die eigene Sicht wieder wichtig. Die Person findet Wege, selbst zu handeln und Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Deegan beschreibt diesen Prozess in ihren Texten von 1988 und 1996.
Später entwickelte sie das Angebot CommonGround. Mit dem Begriff Personal Medicine lenkte sie den Blick auf eine weitere Frage: Was tun Menschen selbst, um gesund zu werden und zu bleiben?
Bedeutung für konsent.one
Dieses Verständnis ist wichtig für den Recovery-Kompass, für CHIME und für achtsamkeitsbasierte Recovery. Hoffnung ist dabei mehr als ein angenehmes Zusatzgefühl. Sie kann der Wendepunkt sein, an dem wieder kleine Handlungen möglich werden.
Deegans Aussage „I am a person, not an illness“ bedeutet: Ich bin ein Mensch, keine Krankheit. Deshalb sollen auch die Karten auf konsent.one Menschen nicht auf ihre Probleme und Schwierigkeiten reduzieren.
Bücher und Quellen
Zentrale Texte
Deegan, P. E. (1988). Recovery: The lived experience of rehabilitation. Psychosocial Rehabilitation Journal, 11(4), 11–19. https://doi.org/10.1037/h0099565
Deegan, P. E. (1996b). Recovery as a journey of the heart. Psychiatric Rehabilitation Journal, 19(3), 91–97. https://doi.org/10.1037/h0101301
Deegan, P. E. (2005). The importance of personal medicine: A qualitative study of resilience in people with psychiatric disabilities. Scandinavian Journal of Public Health, 33(Suppl. 66), 29–35. https://doi.org/10.1080/14034950510033345
Drake, R. E., & Deegan, P. E. (2009). Shared decision making is an ethical imperative. Psychiatric Services, 60(8), 1007. https://doi.org/10.1176/ps.2009.60.8.1007
Weitere Quellen
Deegan, P. E. (1996a, 16. September). Recovery and the conspiracy of hope [Konferenzvortrag]. Sixth Annual Mental Health Services Conference of Australia and New Zealand, Brisbane, Australien. https://www.peerzone.org/wp-content/uploads/2021/12/Deegan_Recovery_and_the_Conspiracy_of_Hope.pdf
Deegan, P. E. (2020). Prescribing hope for recovery. Psychiatric Times, 37(6), 12–13.
Deegan, P. E. (2022). I am a person, not an illness. Schizophrenia Research, 246, 74. https://doi.org/10.1016/j.schres.2022.06.004
Fortuna, K. L., Ferron, J., Pratt, S. I., Muralidharan, A., Aschbrenner, K. A., Williams, A. M., Deegan, P. E., & Salzer, M. (2019). Unmet needs of people with serious mental illness: Perspectives from certified peer specialists. Psychiatric Quarterly, 90(3), 579–586. https://doi.org/10.1007/s11126-019-09647-y
