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Einfache Sprache

Zettelkasten

Hier findest du kurze Erklärungen zu wichtigen Wörtern, Methoden und Ideen auf konsent.one.

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65-Prozent-Barriere

Die 65-Prozent-Barriere zeigt: Weniger Symptome reichen nicht immer. Ein Mensch braucht auch Hoffnung, Beziehungen, Sinn und mehr eigene Entscheidung im Leben.

A

Achtsamkeitsbasierte Recovery

Achtsamkeitsbasierte Recovery verbindet Achtsamkeit und Recovery. Du kannst wahrnehmen, was gerade da ist. Du darfst selbst wählen, was dir hilft.

Active-Constructive Responding (ACR)

Active-Constructive Responding bedeutet: Jemand erzählt etwas Gutes. Du hörst aufmerksam zu, fragst nach und freust dich mit. So wird die gute Erfahrung stärker.

Alltag

Alltag ist das normale Leben jeden Tag. Dazu gehören Wohnen, Arbeit, Wege, Termine, Beziehungen und Pausen. Im Alltag zeigt sich, ob Unterstützung wirklich hilft.

Anliegen

Ein Anliegen ist das, was einer Person wichtig ist. Es liegt oft hinter Worten, Verhalten oder Widerstand. Wenn wir das Anliegen verstehen, können wir besser gemeinsam suchen.

Anweisung

Eine Anweisung sagt: Das sollst du tun. Sie ist keine gemeinsame Entscheidung. Manchmal ist sie nötig. Dann sollte aber klar sein, warum.

B

Beteiligung

Beteiligung bedeutet: Menschen verstehen eine Entscheidung. Sie können ihre Sicht sagen. Und ihre Sicht kann wirklich etwas verändern.

Broaden-and-Build-Theorie

Die Broaden-and-Build-Theorie sagt: Gute Gefühle können den Blick weiter machen. Menschen sehen dann mehr Möglichkeiten. Daraus können neue Stärken entstehen.

C

CHIME

CHIME beschreibt fünf wichtige Themen für Recovery: Verbindung, Hoffnung, Identität, Sinn und Empowerment. Diese Themen helfen, Recovery breiter zu sehen.

CHIME und Konsent-Prozess

CHIME und Konsent passen gut zusammen. Im Konsent-Prozess geht es um Zuhören, Einwände und tragbare Vereinbarungen. Dabei können CHIME-Themen sichtbar werden.

CHIME und PERMA

CHIME und PERMA beschreiben beide ein gutes Leben. CHIME kommt aus der Recovery-Forschung. PERMA kommt aus der Positiven Psychologie.

CHIME und psychologische Schutzfaktoren

CHIME und Schutzfaktoren gehören zusammen. Hoffnung, Verbindung und Selbstwirksamkeit können Menschen stärken. Sie können helfen, mit Belastung umzugehen.

CHIME-Framework

Das CHIME-Framework ist ein Rahmen für persönliche Recovery. Es fragt nach Verbindung, Hoffnung, Identität, Sinn und Empowerment. Es ist keine feste Checkliste.

CHIME-Themen

CHIME-Themen machen die fünf Recovery-Bereiche praktisch. Man kann damit über Beziehungen, Hoffnung, Selbstbild, Sinn und eigene Handlungsmacht sprechen.

CHIME-Themen in einfacher Sprache

Dieser Zettel erklärt CHIME einfacher. Die fünf Themen werden mit kurzen Worten beschrieben. So können mehr Menschen die Recovery-Idee verstehen.

CHIME+

CHIME+ erweitert CHIME. Es verbindet Recovery mit Wohlbefinden, Stärken und Schutzfaktoren. So wird der Blick auf das Leben noch breiter.

D

dEf - dialogische Entscheidungsfindung

dEf bedeutet dialogische Entscheidungsfindung. Menschen sprechen über eine Spannung. Sie entwickeln einen Vorschlag. Einwände werden ernst genommen.

Denkfallen überwinden

Denkfallen sind Gedanken, die uns festhalten können. Die Methode hilft, solche Gedanken zu bemerken. Dann kann man prüfen, ob ein hilfreicherer Gedanke möglich ist.

dialogisch

Dialogisch bedeutet: Menschen sprechen miteinander. Sie hören einander zu. Die Lösung darf sich durch das Gespräch verändern.

Dialogische Entscheidungsfindung

Dialogische Entscheidungsfindung hilft Gruppen beim Entscheiden. Eine Spannung wird benannt. Dann entsteht ein Vorschlag. Einwände verbessern den Vorschlag.

Dialogische Konsequenzenfolge

Eine dialogische Konsequenzenfolge ist eine bekannte Abfolge von Schritten. Sie hilft, wenn Vereinbarungen nicht tragen. Sie soll keine Strafliste sein.

Dritter Sozialraum nach Dörner

Der dritte Sozialraum meint Nachbarschaft als gemeinsamen Lebensraum. Menschen begegnen sich dort im Alltag. Verantwortung entsteht nicht nur in Einrichtungen.

E

Einwand

Ein Einwand ist ein wichtiger Grund gegen einen Vorschlag. Er zeigt: So ist der Vorschlag noch nicht tragbar. Dann wird der Vorschlag verbessert.

Empowerment

Empowerment bedeutet: Menschen gewinnen mehr eigenen Einfluss. Sie erleben mehr Möglichkeiten. Sie können ihr Leben stärker selbst mitgestalten.

H

Hoffnung

Hoffnung bedeutet: Veränderung kann möglich sein. Hoffnung ist nicht immer groß. Manchmal beginnt sie mit einem kleinen nächsten Schritt.

I

Identität

Identität bedeutet: So versteht ein Mensch sich selbst. Eine Person ist mehr als eine Diagnose, eine Krise oder eine Rolle.

K

Klinische und persönliche Recovery

Klinische Recovery schaut oft auf Symptome und Funktionen. Persönliche Recovery fragt: Kann ein Mensch ein sinnvolles und selbstbestimmtes Leben führen?

Konsent

Konsent bedeutet: Ein Vorschlag kann gelten, wenn es keinen schwerwiegenden Einwand mehr gibt. Es müssen nicht alle begeistert sein.

Konsent - Geschichte und Theorie

Konsent hat eine Geschichte in der Soziokratie und in gemeinsamen Entscheidungsverfahren. Heute kann Konsent auch für dialogische Praxis genutzt werden.

Konsent-Entscheidungsfindung

Konsent-Entscheidungsfindung hat mehrere Schritte. Eine Spannung wird beschrieben. Es gibt Fragen, Reaktionen und Einwände. Am Ende steht eine Vereinbarung.

Kontrolle

Kontrolle bedeutet: Eine Person setzt Regeln oder Grenzen für eine andere Person. Kontrolle kann schützen. Sie kann aber auch Selbstbestimmung begrenzen.

Konzeptionelles Recovery-Framework

Das konzeptionelle Recovery-Framework ordnet persönliche Recovery. Es beschreibt Merkmale, Schritte und Prozesse. CHIME ist ein wichtiger Teil davon.

Krise

Eine Krise ist eine sehr belastende Situation. Gewohnte Lösungen reichen gerade nicht aus. Dann braucht ein Mensch Unterstützung, Orientierung und Schutz.

L

Life Sharing

Life Sharing bedeutet: Menschen mit und ohne Behinderungen teilen Alltag und Zuhause. Es geht um gemeinsames Leben, nicht nur um Betreuung.

Losada Ratio

Die Losada Ratio war eine Zahl aus der Forschung zu positiven Gefühlen. Die genaue Zahl gilt heute als widerlegt. Wichtig bleibt: Gute Resonanz nicht vergessen.

M

Macht

Macht bedeutet: Entscheidungen einer Person haben Folgen für andere Menschen. Darum muss Macht sichtbar und verantwortungsvoll genutzt werden.

MBSR

MBSR ist ein Programm für Achtsamkeit und Stress-Reduktion. Menschen üben Wahrnehmen, Atmen und Innehalten. Es ist ein wichtiger Bezugspunkt für Achtsamkeit.

Multilog

Ein Multilog ist ein Gespräch mit verschiedenen Perspektiven. Menschen sprechen über psychiatrische Erfahrungen. Alle Perspektiven sollen ernst genommen werden.

N

Notfall

Ein Notfall ist eine Situation mit akuter Gefahr. Dann geht es zuerst um Schutz und schnelle Hilfe. Danach kann wieder mehr gemeinsam besprochen werden.

O

One-to-Ones

One-to-Ones sind kurze Einzelgespräche. Menschen lernen einander besser kennen. Sie sprechen über Interessen, Erfahrungen und mögliche Beteiligung.

P

PERMA

PERMA beschreibt fünf Bereiche von Wohlbefinden: gute Gefühle, Engagement, Beziehungen, Sinn und Zielerreichung. Es ist ein Modell der Positiven Psychologie.

Positive psychische Gesundheit

Positive psychische Gesundheit bedeutet mehr als keine Krankheit. Es geht auch um Fähigkeiten, Beziehungen, Sinn, Hoffnung und einen guten Bezug zur Wirklichkeit.

Psychologische Schutzfaktoren

Psychologische Schutzfaktoren können Menschen stärken. Dazu gehören Hoffnung, Selbstwirksamkeit, Unterstützung und gute Wege im Umgang mit Belastung.

R

Recovery

Recovery bedeutet: Ein Mensch findet seinen eigenen Weg mit Krise, Krankheit oder Belastung. Wichtig sind Hoffnung, Sinn, Beziehungen und Selbstbestimmung.

Recovery-Kompass

Der Recovery-Kompass hilft bei der Orientierung. Er unterscheidet Alltag, Spannung, Krise, Notfall und Nachsorge. So kann passende Unterstützung leichter gefunden werden.

Recovery-Modellbildungen

Recovery-Modellbildungen beschreiben verschiedene Wege, wie persönliche Recovery verstanden werden kann. Sie helfen, den Prozess besser zu ordnen.

Resilienz

Resilienz bedeutet: Menschen können mit Belastungen umgehen und wieder Halt finden. Resilienz ist kein einzelner Charakterzug. Sie entsteht auch durch Bedingungen und Unterstützung.

Resilienz-Skills

Resilienz-Skills sind Fähigkeiten, die man üben kann. Dazu gehören Gefühle steuern, Ursachen prüfen, eigene Wirkung erleben und Hilfe nutzen.

S

Schutzfaktoren nach Rutter

Schutzfaktoren nach Rutter beschreiben Prozesse, die Risiken abschwächen können. Sie können neue Chancen öffnen und Menschen in Belastung stärken.

Selbstbestimmung

Selbstbestimmung bedeutet: Ein Mensch gestaltet das eigene Leben möglichst weit selbst. Andere Menschen können unterstützen, aber nicht einfach über ihn bestimmen.

Selbstbewusste Kommunikation

Selbstbewusste Kommunikation hilft, ein Anliegen klar und respektvoll zu sagen. Die Person bleibt bei sich und sucht trotzdem eine Veränderung im Gespräch.

Sozialraum

Sozialraum meint Orte, Wege, Beziehungen und Möglichkeiten im Alltag. Er zeigt, wo Menschen leben, sich begegnen und teilhaben können.

Soziokratie

Soziokratie ist eine Art, Organisationen zu gestalten. Kreise, Rollen, Rückmeldungen und Konsent sind dabei wichtig.

Spannung

Eine Spannung entsteht, wenn etwas nicht passt, fehlt oder unfair wirkt. Die Spannung zeigt: Etwas soll sich verändern.

T

Teilhabe

Teilhabe bedeutet: Menschen gehören dazu und können mitgestalten. Es geht um Alltag, Rechte, Beziehungen und echte Möglichkeiten.

tragbar

Eine Lösung ist tragbar, wenn kein schwerwiegendes Problem mehr dagegen spricht. Sie muss nicht perfekt sein. Sie muss gut genug sein, um weiterzugehen.

Transaktionsanalyse

Transaktionsanalyse ist ein Modell für Persönlichkeit und Kommunikation. Es hilft, Gespräche und Rollen besser zu verstehen.

V

Verbundenheit

Verbundenheit bedeutet: Menschen haben unterstützende Beziehungen. Sie erleben Kontakt, Zugehörigkeit und ein soziales Netz.

Vereinbarung

Eine Vereinbarung sagt klar, was gilt. Sie beschreibt, wer was macht, wann es passiert und wann wieder geprüft wird.

Vorschlag

Ein Vorschlag ist eine konkrete Idee für den nächsten Schritt. Andere können Fragen stellen, ihn verändern oder einen Einwand sagen.

W

Widerstandsabfrage

Die Widerstandsabfrage fragt nicht nach der größten Zustimmung. Sie sucht den Vorschlag mit dem geringsten schwerwiegenden Widerstand.

WRAP

WRAP ist ein freiwilliger Plan für Wohlbefinden und Krisen. Menschen sammeln Werkzeuge, Warnzeichen und Hilfen. Der Plan gehört der Person selbst.

WRAP - theoretische Fundierung

Die theoretische Fundierung ordnet WRAP ein. WRAP ist freiwillig, recovery-orientiert und oft von Peers begleitet.