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Themenlinie 03

Dialog

Dialog auf konsent.one: Beteiligung, Moderation und gemeinsame Entscheidungen in Situationen mit unterschiedlichen Interessen, Einwänden und ungleicher Macht.

Symbol der Themenlinie Dialog: eine gelbe Sprechblase

In einfachen Worten

Kurz erklärt

Menschen sehen eine Situation unterschiedlich.

Im Dialog hören sie einander zu. Sie dürfen auch widersprechen.

Ein Einwand ist kein Fehler. Er kann zeigen: Ein Vorschlag trägt noch nicht.

Konkrete Situation

Worum es im Alltag geht

Ein Team möchte eine neue Regel einführen. Statt nur abzustimmen, formuliert es zunächst einen Vorschlag. Die Beteiligten stellen Verständnisfragen und nennen Einwände. Ein schwerwiegender Einwand wird nicht überstimmt, sondern gemeinsam geprüft und möglichst in einen veränderten Vorschlag übersetzt.

Anwenden

Praxis, Materialien und Lernwege

Die Entwicklungslinie verbindet Texte, eine eigene Methodenseite, Kurse und weitere Praxisansätze:

  1. 01

    Texte

    Working Papers und Blogbeiträge führen Konsent und dialogische Entscheidungsfindung ein.

    Textseite ansehen

  2. 02

    Dialogische Entscheidungsfindung

    Die eigenständige Landingpage bündelt Methode, Kartenset und spätere Downloads.

    Zur Methodenseite

  3. 03

    Lernweg

    Der Basiskurs überträgt den Prozess auf Situationen der Sozialen Arbeit.

    Zu konsent.training

  4. 04

    Projektpraxis

    ToM und Kiezmachen verbinden Dialog mit Moderation, Teilhabe und Sozialraum.

    Teilhabe-orientierte ModerationKiezmachen

Fortbildung

Kurse auf konsent.training

Die Kursübersicht auf konsent.training bündelt die Kurse zum Themenbereich Dialog.

Zum Kursbereich Dialog

Fachlich vertieft

Einordnung, Grenzen und offene Fragen

Konsent ist kein Konsens und keine bloße Mehrheitsabstimmung. Entscheidend ist, ob gegen einen Vorschlag ein schwerwiegender, nachvollziehbarer Einwand besteht. Ein fehlender Einwand bedeutet nicht automatisch Begeisterung. Eine Vereinbarung sollte konkret, überprüfbar und zeitlich überprüfbar sein.

Dialogische Entscheidungsfindung ist eine eigene Adaption für die Soziale Arbeit. Sie kann Machtunterschiede nicht aufheben. Verantwortlichkeiten, Schutzaufträge, nicht verhandelbare Grenzen und mögliche Folgen müssen ausdrücklich benannt werden.

Aus der Werkstatt

Texte zum Thema

Texte zu Dialog bündeln Konsent, Einwände, gemeinsame Entscheidungen und die Frage, wie Beteiligung auch bei ungleicher Macht tragfähig bleiben kann.

Zugang und Grundlagen

  • Dialogische Entscheidungsfindung — eine persönliche EinführungDrei Jahrzehnte Erfahrung in hierarchiefreien Gruppen, verbunden mit der fachlichen Einordnung von dEf als Methode, Grundhaltung, Kulturwandel und Teamarbeit.
  • Entscheiden, ohne zu übergehenDer dEf-Prozess für tragfähige Vereinbarungen in der Sozialen Arbeit: Vorschlag, Einwände, Vereinbarung — nicht „Sind alle dafür?“, sondern „Hat jemand einen schwerwiegenden Einwand?“.

Prozess und Haltung

  • Dialog als Praxis gemeinsamen VerstehensDas Theoriepapier zeigt Dialog als gemeinsame Praxis des Verstehens: Vor einer tragfähigen Entscheidung müssen Erfahrungen, Perspektiven, Begriffe, Gründe und Einwände einen hinreichend geteilten Bezugsrahmen bilden. Es liest Vorschlag, Einwände und Vereinbarung als Bewegungen gemeinsamen Verstehens - ohne Einigkeit zu verlangen und mit klaren Grenzen: Dialog hebt Macht nicht auf, und gemeinsames Verstehen kann gemeinsam falsch sein.
  • Dialogische Entscheidungsfindung als HaltungdEf nicht als formales Verfahren, sondern als alltägliche Grundhaltung: alles als Vorschlag formulieren, Spannungen heraushören, aktiv nach Einwänden fragen.
  • „Ist das nicht alles viel zu kompliziert?“Warum dialogische Entscheidungsfindung kein Methodenproblem ist, sondern ein Kulturwandel: vom Duell zum Dialog, von der Person zur Sache und zurück in die Praxis.

Konsequenz und Leitung

  • Konsequent handeln, ohne zu bestrafenDie dialogische Konsequenzenfolge ist eine vorher gemeinsam vereinbarte, abgestufte Folge von Klärungsschritten - von Stufe 0 des Stärkens positiven Miteinanders über Rückmeldung und Gespräche in wachsender Runde bis zur formalen Konsequenz. Version 2 setzt schon bei Spannungen an, auch wenn noch keine tragfähige Vereinbarung besteht; Konsequenzen im engeren Sinn beginnen erst dort, wo eine verständliche, gemeinsam beschlossene und überprüfbare Vereinbarung wiederholt nicht trägt.
  • Dialogische LeadershipFühren mit dialogischer Entscheidungsfindung: starke Führung, die sich zu 100 % den gemeinsam vereinbarten Regeln unterordnet und Beteiligung schützt.

Einordnung und Theorie

  • Konsent-Entscheidungsfindung in der Sozialen ArbeitFrüher Grundlagentext zur Anwendung von Konsent-Entscheidungsfindung in personenzentrierter, nicht-direktiver Sozialer Arbeit, Beratung und Praxis auf Augenhöhe.
  • Soziokratie, Konsent und dialogische EntscheidungsfindungHistorische und inhaltliche Einordnung: von den Boekes über Endenburg bis Sociocracy 3.0 — und warum daraus der Arbeitsbegriff dEf für die Soziale Arbeit wird.
  • Dialogische Entscheidungsfindung (dEf): Theoretische Grundlagen einer evidenznahen MethodeTheoretische Fundierung der dialogischen Entscheidungsfindung für gemeinsame Entscheidungen unter struktureller Machtasymmetrie — mit Konsent, Widerstandsabfrage und dialogischer Konsequenzenfolge.
konsent.one

Arbeitsraum für Soziale Arbeit.
Radikal auf Augenhöhe.

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Tel. 030 43971645
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